7. Februar bis 22. August 2021

Aktuelle Informationen:

In diesem Jahr musste unsere Ausstellung leider verschoben werden. Wir sind aber optimistisch, dass die Türen zu unserer Saurierwelt am 7. Februar 2021 geöffnet werden können. Bis dahin planen wir einige Aktionen in unseren sozialen Netzwerken. Wer es vor Ungeduld nicht mehr aushält, dem sei das aktuell im Verlag Schnell & Steiner erschienene Buch zur Ausstellung empfohlen - ein ideales Weihnachtsgeschenk. Erhältlich im gut sortieren Buchhandel, Online und bei uns im Shop.

 

 

 

176 Seiten
ISBN-13 : 978-3795435073
ISBN-10 : 3795435072 Schnell & Steiner; 1. Edition (19. Oktober 2020)
Deutsch
Preis: 20,00 Euro (inkl. MwSt.)
 

 

Die meisten Menschen haben sofort ein Bild von gewaltigen Riesenechsen vor Augen, wenn sie den Begriff „Saurier“ hören. Doch woher kommt diese Assoziation und wieso sind Saurier in unserer Alltagskultur so gegenwärtig? Wie kann es sein, dass seit Jahrmillionen ausgestorbene Tiere, die nie ein Mensch lebend gesehen hat, in nahezu jedem Kinderzimmer zu finden sind?

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha wird sich in der Jahreshauptausstellung 2020 diesen Fragen widmen. Begleiten Sie uns im Zeitraffer über die letzten 200 Jahre Saurierforschung, die die Vorlagen für die künstlerische Darstellung der Urzeit geliefert hat. Gerade die Darstellungen von Sauriern in Bildern und Modellen schaffen erst eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit und sind damit unsere eigentliche Quelle über diese Tiere. Da sich das Wissen über die Saurier im Laufe der Zeit aber immer weiterentwickelt hat, veränderten sich auch deren Darstellungen und erfanden unser Bild von der Urzeit somit ständig neu.

Neben Bildern und Modellen wird die Ausstellung auch zahlreiche echte Versteinerungen von Sauriern präsentieren, die zu einem großen Teil aus der hauseigenen geowissenschaftlichen Sammlung stammen. Darunter befinden sich insbesondere die weltberühmten „Ursaurier“ vom Bromacker bei Tambach-Dietharz, die im Rahmen der Ausstellung endlich wieder der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Diese kleinen Saurier sind seit ihrer Entdeckung im späten 20. Jahrhundert nicht nur wissenschaftlich von internationaler Bedeutung, sondern avancierten zu einem neuen kulturellen Phänomen in der Region. Und dabei steht ihre Erforschung und daran anschließende Verbildlichung erst am Anfang. Die Geschichte hat bereits gezeigt, dass auch von solch kleinen Sauriern noch Großes zu erwarten ist.

Lassen auch Sie sich vom Saurier-Fieber anstecken – Es lohnt sich!

 

Die Sieger des Paläoart-Wettbewerbs stehen fest

Räuberische Tambacarnifex aus Kanada, eine Schachtelhalmszenerie aus Italien, ein Diorama aus Brasilien und eine vorsichtige Annäherung aus Deutschland: die Sieger des Paläoart-Wettbewerbs stehen fest. Insgesamt haben 34 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Ländern ihre Werke beim Paläoart-Wettbewerb „Der Bromacker lebt“ eingereicht, den die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Rahmen der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ ausgeschrieben hatte. 

Die Werke der Preisträger werden in der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ präsentiert, die bis zum 22. August 2021 im Herzoglichen Museum Gotha läuft und hoffentlich möglichst bald eröffnet werden kann. 

Die Preisträger und ihre Werke im Überblick:

Alterskategorie „Kinder ab 15 Jahren und Erwachsene“:

Platz 1 und 500 € gehen an: Natalie Graupner aus Loßburg, Deutschland, für ihr digital erstelltes Werk „Vorsichtig…“, auf der ein Eudibamus einem ruhenden Dimetrodon sehr nahekommt.

Die herausragende Atmosphäre und Stimmung dieses originellen Bildes haben die Jury überzeugt.

Platz 2 und 250 € gehen an: Henry Sharpe aus Toronto, Kanada, für sein digitales Werk „Bromacker Basin“, auf dem zwei räuberische Tambacarnifex zwei Eudibamus durch zusammengespülte Walchia-Stämme verfolgen, während Urinsekten über der Szenerie schweben.

Dieses Bild konnte vor allem durch die sehr überzeugende naturrealistische Darstellung punkten.

Platz 3 und 100 € gehen an: Emiliano Troco aus Cividale del Friuli, Italien, für sein Ölgemälde „Bromacker’s bogs“, wo ein Diadectes in der Monsunzeit seinen Weg zwischen Schachtelhalmen (Annularia) und Koniferen (Walchia) hindurch sucht. Dieses Gemälde besticht durch die besondere Atmosphäre und die herausragende Technik.

Platz 4 und 50 € gehen an: Zeinner José Oliveira de Paula aus Contagem, Brasilien, für seine beiden Dioramen „Downpour“ und „Petrichor“, die er zusammen „Mons et Tempestatis“ genannt hat. „Downpour“ beherbergt mehrere lebensgroße Wirbellose der Bromacker-Lebewelt und „Petrichor“ zahlreiche Arten von Bromacker-Wirbeltieren in Miniaturformat.

Diese beiden Arbeiten bestechen durch ihre außergewöhnliche und liebevolle Detailfülle, für die der Künstler eine besondere Anerkennung verdient hat.

Alterskategorie Kinder bis 14 Jahren:

Ein Sachpreis im Wert von 50 Euro gehen jeweils an:

Everett Mancke aus Joliet, Illinois, USA, für seine Stiftzeichnung „Tambach Formation“, auf der er mehrere Tiere, vor allem das Dimetrodon im Vordergrund, sehr gut und atmosphärisch in Szene gesetzt hat.

Charlotte Richter aus Hörselberg-Hainich, Deutschland, für ihr Modell „Eudibamus cursoris auf Nahrungssuche“. Ihre sehr schöne Arbeit überzeugte auch durch die schon sehr weit gediehene Anwendung von Modellbau-Techniken.