Der Gothaer Tafelaltar - Ein monumentales Bilderbuch der Reformationszeit

30. 7. 2017 bis 5. 11. 2017

Herzogliches Museum, Säulenhalle

Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart und der Landesausstellung 2017 „Der Meister von Meßkirch – Katholische Pracht in der Reformationszeit“ Link

160 Tafeln, die von unzähligen fein gearbeiteten Figuren bevölkert werden, und dekorative Kartuschen mit Bibeltexten in deutscher Sprache: Der „Gothaer Tafelaltar“ ist eine riesige Bilderbibel. Wer die einzelnen Tafeln genauer betrachtet, stellt schnell fest, dass man es mit mehr als nur einem prachtvollen Kunstwerk zu tun hat. So fehlt etwa den Heiligen ihr Heiligenschein und die Teufelsgestalten tragen Mönchskutten, wodurch der Altar als reformatorisches Kunstwerk die konfessionellen Auseinandersetzungen jener Zeit widerspiegelt.

Geschaffen von Heinrich Füllmaurer (um 1497–1548) und seinem Umkreis um 1538, wurde der „Gothaer Tafelaltar“ nach seinem heutigen Standort benannt. Hier wurde er erstmals zu Lebzeiten Ernsts I. von Sachsen-Gotha-Altenburg erwähnt. Der Herzog, Ernst der Fromme genannt, hatte sich als Sachwalter des „wahren“ Luthertums verstanden, das er wohl auch mit diesem Altar seinen Kindern näher brachte.

Das bildreichste Kunstwerk der Reformationszeit konnte erst jüngst aufwendig restauriert werden, wodurch sich sein Erscheinungsbild deutlich gewandelt hat. Die Ausstellung wird das Ergebnis der Restaurierung und neugewonnene Erkenntnisse anschaulich präsentieren. Neben Fragen zur Entstehung, der Künstlerwerkstatt und dem umfangreichen Bildprogramm werden dabei auch zeitgleich entstandene Objekte, wie der Altar des Meisters von Meßkirch,  in den Blick genommen, die noch ganz im Sinne der römisch-katholischen Kirche gefertigt wurden. Das verspricht Kunstgenuss auf höchstem Niveau mit Meisterwerken der Malerei, die zuvor noch nie in Thüringen gezeigt wurden.

 

Öffnungszeiten
täglich 10 – 17 Uhr

Eintritt
5,00 € (ermäßigt 2,50 €)
 

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