Rundgang durch das Schloss Friedenstein
Im Rahmen dieser Führung zeigen wir die barocken und  klassizistischen Repräsentationsräume des Schlosses, die Kunstkammer, die Ahnengalerie und das einmalige Ekhof-Theater. Beim Rundgang können neben historischen Möbeln kostbare Uhren, Porzellan, Gemälde, Münzen und vieles mehr bewundert werden. Die europäische Geschichte des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha wird lebendig.
Dauer: 1,5 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch, französisch, russisch, italienisch

 

Rundgang durch das Herzogliche Museum
Über Jahrhunderte trugen die Gothaer Herzöge bedeutende Schätze zusammen. Als selbst das gewaltige Schloss die Reichtümer nicht mehr fassen konnte, erbaute Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha das Herzogliche Museum im Park gegenüber Schloss Friedenstein. 1879 eröffnet, durchlebte das prachtvolle klassizistische Gebäude eine wechselvolle Geschichte. Nach der aufwendigen Sanierung werden hier seit Oktober 2013 erneut die Kunstsammlungen ausgestellt: Neben einer der ältesten ägyptischen Sammlungen Europas sind ein chinesisches Kabinett, kostbare japanische Lackkunst, antike Vasen, die reiche Gemäldesammlung – darunter das „Gothaer Liebespaar“ und Gemälde von Cranach, Rubens oder C. D. Friedrich –, seltene Graphik, Skulpturen des Manieristen Adriaen de Vries und des klassizistischen Bildhauers Jean-Antoine Houdon, eine einzigartige Sammlung an Böttger-Steinzeug und Porzellan aus Meißen, Japan und China zu sehen.
Dauer: 1,5 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch, französisch, russisch, italienisch

 

Leben am Hofe – Alltag in einer barocken Residenz
Die frühbarocken Repräsentationsräume auf Schloss Friedenstein demonstrieren auf eindrucksvolle Weise barockes fürstliches Leben in einem authentischen Ambiente. Durch diese Sonderführung soll ein Einblick in das Leben einer barocken Residenz vermittelt werden. Es geht um Badekultur, Tischsitten und andere Gepflogenheiten zu herzoglichen Zeiten. Dabei werden auch Türen zu verborgenen Räumen geöffnet, so dass der Rundgang auch Kennern des Schlosses einige Überraschungen bieten kann.
Dauer: 1,5 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch

 

Bernstein, Gold und Nautilus – Die Kunstkammer von Schloss Friedenstein
Die 2009 eröffnete Kunstkammer auf Schloss Friedenstein in Gotha zählt zu den größten kulturellen Attraktionen in Thüringen. Sie ist das Herz der umfangreichen Kunstsammlungen, die von Ernst I., dem Frommen, von Sachsen-Gotha-Altenburg begründet wurden. Für den Erbauer des Schlosses wie für seine Nachfolger symbolisierten die Schätze aus Elfenbein oder Bernstein wie die Preziosen aus Gold, Silber und Smaragden nicht nur Reichtum und Macht.
Dauer: 1 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch, französisch

 

„Angenehm und widerwärtig zugleich“ – Ein Herzog, Goethe und Napoleons Hut
Herzog (Emil Leopold) August von Sachsen-Gotha-Altenburg sticht aus der Reihe der Gothaer Herzöge deutlich heraus. Die Zwiespältigkeit dieser „buntschillernden Menschenerscheinung“ wird wohl kaum zu erklären sein, ähnlich wie bei König Ludwig II. von Bayern. Auch dem Gothaer Herzog Emil  August schienen die Schranken der Wirklichkeit zu eng und er ertrug sie nur widerwillig. Bei den Zeitgenossen eckte August häufig wegen seiner unkonventionellen Art an und Goethe bezeichnete ihn daher als „angenehm und widerwärtig zugleich“. Mit zahlreichen Künstlern und Literaten stand er im engen Kontakt. Außerdem verehrte er schwärmerisch Napoleon, den er 1807 bei einem großen Empfang im Schloss begrüßen durfte. Bei dieser Gelegenheit sicherte sich Emil August gleich einen Hut aus Napoleons Besitz, indem er einen Kammerdiener mit einer goldenen Dose bestach. Dieser Hut befindet sich noch heute in der Sammlung.
Dauer: 1 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch, französisch

 

Ekhof-Theater – Die barocke Zauberbühne
Ein besonderes Kleinod im Schloss Friedenstein ist das Ekhof-Theater im Westturm, das älteste barocke Theater der Welt mit weitgehend erhaltener Bühnenmaschinerie. Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg wollte für sein Theater 1681 die allerneueste Technik haben, eine in Italien erfundene Bühnenschnellverwandlungsmaschine, die in nur acht Sekunden das komplette Bühnenbild wechselt. Neben Erläuterungen zu dieser Technik wird auch die Theatergeschichte lebendig, die eng mit August Wilhelm Iffland und Conrad Ekhof verbunden ist, dem Namensgeber des Theaters, der als Vater der deutschen Schauspielkunst gilt. Goethe und Voltaire waren unter den illustren Gästen dieser Bühne.
Dauer: 1 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprachen: deutsch, englisch, französisch, russisch, italienisch

 

Die Kammerzofe plaudert – Führung im historischen Kostüm mit Wilhelmine Regine Catterfeld*
Es ist der 18. Juli 1807. Seine Hochfürstliche Durchlaucht Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg ist nach Dresden gereist, um Kaiser Napoleon zu einem festlichen Empfang nach Gotha einzuladen. Selbstverständlich herrscht im Schloss bereits große Aufregung und die Vorbereitungen haben begonnen. Auch die Kammerzofe Wilhelmine Regine Catterfeld, vom Herzog liebevoll „Minchen“ genannt, hat bis zur Rückkehr des Herzogs einige Dinge zu tun. Schnellen Schrittes durchschreitet die Zofe die herzoglichen Wohnräume, doch immer wieder bleibt sie stehen und berichtet über das Leben am Hofe. Dabei plaudert sie auch manch geheime Geschichte aus. Denn als „Lieblingszofe“ des skurrilen und ungewöhnlichen Herzogs August bekommt sie viele Dinge mit, die eigentlich hinter den dicken Mauern des Schlosses bleiben sollten.
Dauer: 1,5 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr

Sprache: deutsch

 

Der Gothaer Musenhof – Führung im historischen Kostüm: Oberhofmeisterin von Buchwald berichtet über die Glanzzeit des Hofes*
Juliane Franziska von Buchwald wurde bereits mit 17 Jahren zur Hofdame der verwitweten Herzogin Elisabeth Sophie von Sachsen-Meiningen. Hier lernte sie deren Stieftochter Prinzessin Luise Dorothea kennen und zwischen beiden entwickelte sich eine innige Freundschaft. Mit der Hochzeit Luise Dorotheas mit dem Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg stieg die Freundin zur Oberhofmeisterin der jungen Herzogin auf. Im Auftrag der Herzogin hat die Oberhofmeisterin die Aufgabe, eine ausgewählte Gruppe von Bürgern in die Sitten und  Gepflogenheiten des Hofes einzuweisen. Ausnahmsweise dürfen dabei auch die privaten Gemächer der Herzogin betreten werden. Die Oberhofmeisterin hat eine Menge zu berichten. Ob das alles auch für die Öffentlichkeit bestimmt ist?
Dauer: 1 h
Kosten: Eintritt zzgl. Führungsgebühr
Sprache: deutsch

 

* Bei diesen Führungen bitten wir um Verständnis, dass sie nicht immer verfügbar sind bzw. der jeweilige Führer ausgebucht sein kann.