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Das am Gothaer Park gelegene Herzogliche Museum wurde in den Jahren 1864 - 1879 im Stil der Neorenaissance zur Präsentation der vielfältigen herzoglichen Sammlungen erbaut. Bauherr war Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Architekt der Wiener Baurat Franz von Neumann.
Im Inneren weist das Gebäude im Souterrain eine Reihe von kleinteiligen Kabinetten auf, darüber im Erdgeschoss zwei großzügige, von Licht durchflutete Säulenhallen und im Obergeschoss Oberlichtsäle, die wiederum von Kabinetten umgeben sind. Heute beherbergt das Museum allein die naturkundlichen Sammlungen. Nachträglich eingebaute Ausstellungskammern lassen die ursprüngliche Großzügigkeit der Architektur kaum noch erkennen. Wie beengt auch hier die Verhältnisse sind, wird dadurch deutlich, dass ein großer Teil der weiten, repräsentativen Oberlichtsäle als Magazin genutzt wird.
Das Herzogliche Museum wird 2011/12 grundlegend saniert. Ab 19. Oktober 2013 zeigt es wieder die einzigartigen Kunstsammlungen aus ehemals herzoglichem Besitz: Ägyptische Mumien, Antiken, Porzellan aus Meißen und Asien, japanische Lackobjekte, Plastiken von der Gotik bis zum Klassizismus, niederländische und altdeutsche Gemälde wie das „Gothaer Liebespaar“, die zahlreichen Cranachs sowie Rubens und Caspar David Friedrichs sind umwerfende Kunstschätze, die in neuem Licht präsentiert werden. Zusätzlich ist ein Raum für Wechselausstellungen des bedeutenden Kupferstichkabinetts vorgesehen und eine Sonderausstellungsfläche für große Ausstellungen der Stiftungsmuseen.



