Herzogliches Museum, 17. Mai 2020 bis 24. Januar 2021

Eröffnung: Samstag, 16. Mai 2020, 14 Uhr

 

Die meisten Menschen haben sofort ein Bild von gewaltigen Riesenechsen vor Augen, wenn sie den Begriff „Saurier“ hören. Doch woher kommt diese Assoziation und wieso sind Saurier in unserer Alltagskultur so gegenwärtig? Wie kann es sein, dass seit Jahrmillionen ausgestorbene Tiere, die nie ein Mensch lebend gesehen hat, in nahezu jedem Kinderzimmer zu finden sind?

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha wird sich in der Jahreshauptausstellung 2020 diesen Fragen widmen. Begleiten Sie uns im Zeitraffer über die letzten 200 Jahre Saurierforschung, die die Vorlagen für die künstlerische Darstellung der Urzeit geliefert hat. Gerade die Darstellungen von Sauriern in Bildern und Modellen schaffen erst eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit und sind damit unsere eigentliche Quelle über diese Tiere. Da sich das Wissen über die Saurier im Laufe der Zeit aber immer weiterentwickelt hat, veränderten sich auch deren Darstellungen und erfanden unser Bild von der Urzeit somit ständig neu.

Neben Bildern und Modellen wird die Ausstellung auch zahlreiche echte Versteinerungen von Sauriern präsentieren, die zu einem großen Teil aus der hauseigenen geowissenschaftlichen Sammlung stammen. Darunter befinden sich insbesondere die weltberühmten „Ursaurier“ vom Bromacker bei Tambach-Dietharz, die im Rahmen der Ausstellung endlich wieder der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Diese kleinen Saurier sind seit ihrer Entdeckung im späten 20. Jahrhundert nicht nur wissenschaftlich von internationaler Bedeutung, sondern avancierten zu einem neuen kulturellen Phänomen in der Region. Und dabei steht ihre Erforschung und daran anschließende Verbildlichung erst am Anfang. Die Geschichte hat bereits gezeigt, dass auch von solch kleinen Sauriern noch Großes zu erwarten ist.