BROMACKER lab – Entdecke die Urzeit!

27. 2. 2022 to 31. 12. 2024

Schloss Friedenstein, Ausstellungshalle

Forschen und Vermitteln – das sind die beiden Grundpfeiler des im August 2020 gestarteten Projektes „Öffnen von Wissenschaft: Neue Wege des Wissenstransfers am Beispiel des Forschungsprojektes Bromacker“. Das Projekt wird bis 2025 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Beteiligt sind das Museum für Naturkunde Berlin – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die Friedrich-Schiller-Universität Jena und der UNESCO Global Geopark Inselsberg – Drei Gleichen.

Die seit über 100 Jahren bekannte Fossil-Lagerstätte Bromacker befindet sich zwischen Tambach-Dietharz und Georgenthal im Thüringer Wald. Bemerkenswert sind vor allem die häufig perfekte Erhaltung der Skelette und Fährten von Landwirbeltieren aus der Tambach-Formation. Diese Gesteinsschichten stammen aus dem frühen Perm von vor 290 Millionen Jahren, als erstmals mit heute vergleichbare Ökosysteme entstanden.
Bisher sind mindestens zwölf verschiedene Arten von Landwirbeltieren aus der Fundstelle bekannt. Mit neuen Grabungen, neuen Fragen und neuen Methoden wollen die Wissenschaftler nun einen besseren Einblick in die Paläobiologie und Paläökologie dieser Tiere und ihrer Umwelt erhalten. Unter anderem sollen Themen zu Geologie, Klima und Ökosystem-Entwicklung erforscht werden. Zudem sollen Untersuchungen zu Ernährung, Fährten, Fortbewegung sowie Stoffwechsel und Wachstum Aufschluss über die Lebensweise der Ursaurier vom Bromacker geben. Ziel des Projektes ist es, an die Forschungsergebnisse der letzten 40 Jahre anzuknüpfen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu erhalten und diese transparent und allgemeinverständlich zu kommunizieren.

Das im Rahmen des Projektes entwickelte „Bromacker Lab“ soll den Gästen die Möglichkeit geben, die Wissenschaftler bei ihrer Forschung in den nächsten vier Jahren zu begleiten. Die offen gestaltete Ausstellung ist als interaktive Plattform konzipiert. Durch den experimentellen Charakter wird der Weg eines Fossils von dessen Bergung bis hin zur Präparation, seiner Erforschung und Präsentation vermittelt. Aktuelle Forschungsergebnisse und neue fossile Funde werden gezeigt. Wechselnde Inhalte und der Austausch mit den Forschenden geben den Besuchern die Möglichkeit, am erdgeschichtlichen Erbe der Region teilzuhaben – die einst nah am Äquator lag.


Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 – 16 Uhr (April bis Oktober 10 – 17 Uhr)
montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet

Eintritt frei

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