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Im Jahr 1757 gründete der Hofbeamte Wilhelm von Rotberg (1718-1795) in Gotha die erste Porzellanmanufaktur Thüringens. Ab Mitte der 1770er Jahre produzierte das vergleichsweise kleine Unternehmen äußerst qualitätsvolle Porzellane, die erfolgreich mit den Produkten der großen Manufakturen wie Meissen oder KPM Berlin konkurrieren konnten. Weit über die Grenzen des Herzogtums Sachsen-Gotha hinaus fanden sie reißenden Absatz.
Das Schlossmuseum Gotha besitzt mit mehr als tausend Stücken die umfangreichste museale Sammlung Gothaer Porzellane, deren Spitzenexemplare des 19. Jahrhunderts nun erstmals in einer repräsentativen Sonderausstellung gezeigt werden. Leihgaben aus weiteren Museums- wie Privatsammlungen, Graphiken, Vorlagenwerke und Archivalien ergänzen die Präsentation.
Die Ausstellung wird den Zeitraum vom Erwerb der Gothaer Manufaktur durch Erbprinz August von Sachsen-Gotha-Altenburg 1802 bis zum Verkauf seitens der Familie Henneberg 1883 umfassen. Besondere Schwerpunkte werden dabei die „zweite Blütezeit“ der Manufaktur in den 1820er und 1830er Jahren, Auftragsarbeiten für das Gothaer Herzogshaus und die Beteiligung an der ersten Weltausstellung in London (1851) bilden.
Sonntagsführungen
18. April, 9. Mai, 13. Juni, 15. August, 5. September
Beginn jeweils 15.00 Uhr
Teegesellschaften
29. April, 27. Mai, 24. Juni, 29. Juli
Beginn jeweils 19.00 Uhr
Neben Sonntagsführungen und museumspädagogischen Angeboten sind von April bis Juli – jeweils am letzten Donnerstag des Monats – abendliche Teegesellschaften im Musikzimmer von Schloss Friedenstein vorgesehen. Den französischen oder Berliner Salons vergleichbar, gab es im 18. und frühen 19. Jahrhundert auch in Gotha sogenannte Teegesellschaften. Bürger und Mitglieder des Hofes trafen sich regelmäßig in den privaten Salons der Stadt und plauderten bei Musik und Tee über Kunst, Literatur und Philosophie.
Die Veranstaltungsreihe wird vom Freundeskreis Schlossmuseum Gotha e.V. maßgeblich unterstützt.
Mittwoch, 19. Mai 2010, 15.00 Uhr:
Schatzsucher: „So viele Blüten“ Frühlingshafte Führung
für Kinder und Erwachsene durch die Ausstellung
Im Anschluss kann jeder Teilnehmer einen hochwertigen Fenster-Anhänger aus Porzellan mit Frühlingsmotiven verzieren.
Donnerstag, 22. Juli, 10.30 Uhr
„Ganz schrecklich viele Tassen“ – Führung durch die Ausstellung für Kinder und Erwachsene
Im Anschluss kann jeder Teilnehmer eine Tasse oder einen Teller individuell mit Porzellanfarbe bemalen.