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Nach dem Erlöschen der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg und der 1826 erfolgten Vereinigung der Herzogtümer Coburg und Gotha in Personalunion, erfuhren die Friedensteinischen Kunstsammlungen von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha (1818-1893), einem Enkel Herzog Augusts, besondere Förderung. Zur zeitgemäßen Präsentation der Sammlungen ließ er nach Entwürfen des Wiener Architekten Franz von Neumann (1844-1905) im Park vis-à-vis des Schlosses Friedenstein einen Museumszweckbau errichten, der 1879 eröffnet werden konnte. Mit Ausnahme der Bibliothek und des angegliederten Münzkabinetts, wurden alle Sammlungsbestände in dem Neubau untergebracht.
Erster Direktor des Herzoglichen Museums wurde der Philologe, Archäologe und Kunsthistoriker Carl Aldenhoven (1842-1907), der die Sammlungen bis zu seiner Berufung zum Direktor des Kölner Wallraf-Richartz-Museums, im Jahr 1890, einer Neuinventarisierung unterzog. Die von Aldenhoven zwischen 1879 und 1890 in vorbildlicher Art und Weise verfassten Inventarverzeichnisse behielten bis 1945 ihre Gültigkeit und bilden bis heute die wichtigsten Quellen bei der Dokumentation der nachkriegsbedingten Sammlungsverluste.