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Die Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts umfasst Gemälde, Grafik, Skulptur und kunsthandwerkliche Objekte.
Besonders erwähnenswert ist die Spezialsammlung mit Arbeiten der in Gotha geborenen Künstlerin Hannah Höch.
Sie wurde 1889 in Gotha geboren, ging 1912 nach Berlin und war Mitbegründerin von Dada-Berlin. Als einzige Frau im Kreis der dadaistischen Künstlerfreunde behauptete sie sich innerhalb der Anti-Kunst-Bewegung mit eindeutig künstlerischer Zielsetzung. Gemeinsam mit ihrem Partner Raoul Hausmann entwickelte Hannah Höch die Fotomontage als urdadaistische Technik. Collage und Fotomontage blieben für sie bis in ihre späten Jahre exzellent verwendete Ausdrucksmittel, ohne sich darauf festlegen zu lassen. Hannah Höch, die im Nationalsozialismus als „entartet“ galt und lange Zeit zurückgezogen lebte, wurde erst in den 1960er Jahren von der Kunstwissenschaft wieder entdeckt. Als Hannah Höch 1978 in Berlin/West starb, hinterließ sie ein beeindruckendes bildnerisches Werk.
Besaß das Museum vor 1990 nur einige wenige frühe Zeichnungen von Hannah Höch, konnte dank einer Schenkung des Ehepaars Rössner aus Tübingen, den Ankäufen des Schlossmuseums und der Förderung des Freistaates Thüringen ab 1995 eine Sammlung mit Werken der Künstlerin aufgebaut werden. Mit einer weiteren Schenkung 2005 durch das Ehepaar Dicken aus Wuppertal erhielt das Museum eine exquisite Kollektion von 19 Arbeiten Hannah Höchs.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet ein umfangreicher Bestand an Werken von ostdeutschen Künstlern aus der Zeit der DDR.
Mehrere Schenkungen aus Privatbesitz ermöglichten in jüngster Zeit den Aufbau einer Sammlung europäischer Keramik vom ausgehenden 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Ansprechpartner:
Dr. Timo Trümper