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Die Sammlungen des Schlossmuseums entstammen im Wesentlichen der 1653 von Herzog Ernst I., dem Frommen, von Sachsen – Gotha (Altenburg) (1601 – 1675) begründeten Kunstkammer.
In ihr vereinigte er sowohl altes ererbtes Kunstgut seiner kurfürstlich sächsisch – ernestinischen Vorfahren, aber auch Stücke, die ihm durch die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges übereignet wurden und später systematisch Erworbenes. Sein Interesse und Sammelleidenschaft wurde von den nachfolgenden Gothaer Regenten nicht nur weitergeführt, sondern in speziellen Fällen noch übertroffen. Die Sammlungen erlangten so bald überregionale, teilweise auch internationale Bedeutung.
Die ständig anwachsenden Sammlungen verblieben bis zur Eröffnung des „Herzoglichen Museums" unter Ernst II. von Sachsen – Coburg und Gotha (1879) im Residenzschloss Friedenstein.
Nach Auslagerungen, Plünderungen und unterschiedlichst begründeten „Entnahmen" und Verkäufen erfolgte 1945 der Abtransport der verbliebenen Sammlungen in die damalige Sowjetunion. Ein Großteil kehrte 1956 zurück. Seither befinden sich die traditionsreichen Sammlungen der Gothaer Herzöge wieder an ihrem historischen Standort.