Barockes Universum Gotha
Schlossbau
Baugeschichte
Schloss Friedenstein
Ekhof-Theater
Museum der Natur
Herzogliches Museum
Parkanlagen
Perthes-Forum
Einrichtungen im Schloss
Schlossmuseum
Historisches Museum
Museum der Natur
Herzogliches Museum
Stiftung Schloss Friedenstein
Veranstaltungen / Ausstellungen
Museumspädagogik
Besucherservice
Presse
Kontakt
Suche
Sitemap
Impressum

Schloss Friedenstein ist von einem weiträumigen Park umgeben. Er ist das Ergebnis einer jahrhundertlangen Entwicklung. Bereits vor Beginn des Schlossbaus wurde 1642 der erste Garten angelegt. Die frühen Gärten sind jedoch alle durch spätere Anlagen ersetzt worden. Dafür kann Gotha für sich in Anspruch nehmen, den ältesten Englischen Garten auf dem Kontinent zu besitzen. Bereits 1766 wurde dieser Garten geplant und seit 1769 auch angelegt, und zwar von John Haverfield aus England. Dies wurde möglich, da die Tante Ernsts II. den englischen Thronfolger geheiratet hatte. In England war der Landschaftsgarten bereits etabliert und Ernst II. lernte derartige Anlagen bei einem Besuch kennen. Der Gothaer Garten südlich des Herzoglichen Museums zeichnet sich durch eine möglichst natürliche Gestaltung aus. Bäume sind in Gruppen gepflanzt, der Rand des Parks ist durch einen Gehölzgürtel markiert. Hier verläuft ein Weg, von dem aus man immer wieder neue Einblicke in den genau durchkomponierten Garten erhält. Der zentrale See mit seiner Insel ist ein Meisterwerk, verhindert es die Insel doch, die genauen Dimensionen des Wassers wahrzunehmen und vergrößert so optisch den Park. Der herzogliche Garten war ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Herzog Ernst und seine Familie ließen sich auf der Insel bestatten. Erst seit 1827 kann der Park allgemein besucht werden.
Auch die übrigen Gartenanlagen sind weitgehend unter Ernst II. entstanden. Er ließ 1772 - 1811 die Befestigungen um das Schloss niederlegen. Im Rahmen dieser Maßnahmen entstanden die Gärten direkt am Schloss neu und die sogenannten Anlagen, die sich auf dem Platz der ehemaligen Befestigungen befinden und die einzelnen Gärten miteinander verbinden. Hinzu kommt der Herzoginnengarten, der seit 1779 im Osten des Schlosses für Ernsts II. Gemahlin entstand. Mittelpunkt wurde das 1781 erbaute Teehäuschen, ein kleines neogotisches Gebäude, das an eine Kirche erinnert.
Weiter im Osten liegt der Orangeriegarten. Er wurde bereits unter dem Vater von Ernst II., Friedrich III., begonnen, aufgrund des Siebenjährigen Krieges aber erst unter Ernst vollendet. Ernst beruhigte die barocke Gestaltung des Gartens und entfernte weitgehend den Schmuck der nach den Entwürfen von Gottfried Heinrich Krohne errichteten Bauten. Die Anlage ist wie ein Amphitheater in den Boden eingetieft. Zur Straße hin stehen zwei Orangeriegebäude, zum Schloss hin im Norden ein Treibhaus. Sein südliches Pendant wurde im zweiten Weltkrieg zerstört.
Im Süden des Friedenstein erhebt sich das Herzogliche Museum. Das Gebäude ist 1864-79 im Auftrag Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha nach Entwürfen Franz von Neumanns errichtet worden. Bis nach dem zweiten Weltkrieg nahm es alle ursprünglich herzoglichen Sammlungen auf. Stilistisch folgt der Bau der italienischen Renaissance. Südlich und westlich des Museums wurde nach dessen Errichtung der so genannte Tannengarten angelegt. Es hat seinen Namen nach den dort zahlreich gepflanzten Koniferen.