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Die Entwicklung des Herzogtums Gotha in diesem Zeitabschnitt wurde durch die bürgerlich-liberale Bewegung für eine nationale Einigung aller deutschen Staaten bestimmt. Besondere Popularität in der deutschen Nationalbewegung erlangte Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha.
Mit Demonstrationen und Volksversammlungen für demokratische Rechte wurde Anfang März 1848 in Gotha die bürgerlich-demokratische Revolution eingeleitet. Die Einführung des progressiven Staatsgrundgesetzes von 1849 und die Herstellung der konstitutionellen Monarchie waren die wichtigsten Ergebnisse der unblutig verlaufenden Revolution im Herzogtum.
Unter dem Protektorat von Herzog Ernst II. konnten sich im Herzogtum Gotha die Turner-, Schützen- und Sängervereine frei entfalten. Ein wichtiges Ereignis war das erste Deutsche Schützen- und Thüringer Turnfest vom 8. bis 11. Juli 1861 in Gotha. Als Ergebnis des Festes wurde in Gotha der Deutsche Schützenbund gegründet.
In diese Zeit fiel auch der Ausbau der Fernverkehrsstraßen im Herzogtum. Um 1860 besaß das Gothaer Land das beste Straßennetz in Thüringen. Der frühe Eisenbahnanschluss von 1847 beförderte unter anderem die Entwicklung der Stadt Gotha zu einem wichtigen industriellen Zentrum Thüringens.
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