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Der Aufstieg Napoleons zum Herrscher über halb Europa beeinflusste zunehmend die Entwicklung des Gothaer Landes. Als Mitglied des Rheinbundes stand das Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg in enger Verbindung mit Frankreich und stellte für Napoleons Feldzüge eigene Truppen zur Verfügung.
Im Gegensatz zur profranzösischen Einstellung des Herzogs August von Sachsen-Gotha-Altenburg trat das Gothaer Bürgertum gegen die napoleonische Fremdherrschaft auf. 1813 organisierte es sich in Freiwilligenverbänden und schloss sich dem nationalen Befreiungskampf an.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten kleinen Industriebetriebe im Herzogtum, zumeist von dem Kaufmann Ernst Wilhelm Arnoldi gegründet. Zu seinen größten Verdiensten gehörten die Eröffnung der ersten deutschen Handelsschule und der ersten deutschen Feuer- und Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Auch der Bau des Gothaer Theaters 1837-1840 ging auf seine Initiative zurück. Gleichzeitig gründete der Kaufmann Johann Daniel Kestner jun. in Waltershausen eine Puppenfabrik, deren Erzeugnisse bald in der ganzen Welt begehrt waren.
Mit der Herausgabe des Handatlasses von Stieler 1817-1821 übernahm die Geographische Anstalt von Justus Perthes eine führende Position auf dem Gebiet der Geographie und der Kartographie weltweit.
1825 erlosch die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg mit dem Tod Friedrichs IV. Das Gothaer Land wurde dem in Coburg regierenden Haus unter Ernst III. von Sachsen-Coburg-Saalfeld in Form einer Personalunion angegliedert. Seitdem führte das Herzogshaus, bis es 1918 abdanken mußte, den Titel „Sachsen-Coburg und Gotha“.
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