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Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich das städtische Bild Gothas. An Stelle der mittelalterlichen Befestigungsanlagen entstanden breite Alleen und neue Gebäude im Stil der Zeit.
Ab 1850 setzte sich in der Wirtschaft die Industrialisierung durch. In dieser Zeit entwickelte sich auch ein aktives Vereinsleben. Es wurden zahlreiche Turn- Sänger- und Bildungsvereine sowie eine Schützengesellschaft gebildet. Im Jahre 1875 fand in Gotha der Vereinigungskongress zwischen Lassalleanern und Eisenachern statt.
Mit den Ereignissen der Novemberrevolution 1918 fand ebenso die coburg-gothaische Monarchie ihr Ende; es wurde die Republik ausgerufen.
Infolge der Inflation und der schweren Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren gewannen die rechtsradikalen Parteien immer mehr Anhänger. 1930 gehörte die NSDAP zur stärksten Partei im Gothaer Stadtrat.
Mit dem Machtantritt Hitlers wurde in Deutschland eine Politik eingeleitet, die Terror und Unterdrückung brachte. Am Ende dieser Politik stand ein beispielloser Aggressionskrieg, dem fast 50 Millionen Menschen in Europa zum Opfer fielen.
Der Krieg endete für Gotha am 4. April 1945 mit der kampflosen Übergabe der Stadt an die Alliierten.