Barockes Universum Gotha
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Im 18. Jh bekam Gotha den Charakter einer barocken Residenzstadt. Es wurden viele Repräsentationsgebäude, darunter das Schloß Friedrichsthal, große Gärten und die Orangerie nach französischem sowie 1767 einer der frühesten deutschen Landschaftsparks nach englischem Vorbild errichtet.
Besonders unter den Herzögen Friedrich III. und Ernst II. wurde die Residenzstadt zu einem Zentrum für Literatur, Künste und Wissenschaften im Sinne der Aufklärung in Thüringen. Die neu gegründeten Verlage unter Karl Wilhelm Ettinger, Johann Christian Dietrich, Rudolf Zacharias Becker und Justus Perthes trugen wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Vor allem die Herausgabe des „Gothaischen Hofkalenders“ und seiner französischen Ausgabe „Almanach de Gotha“ bei Justus Perthes machte Gotha weltweit bekannt. Das Hoftheater unter dem Direktorium des „Vaters der deutschen Schauspielkunst“, Conrad Ekhof, trug seinerseits zur überregionalen Bedeutung der Residenz bei.
Auf wirtschaftlichem Gebiet verdrängten die Manufakturen allmählich das Zunfthandwerk. Durch staatliche Förderung entwickelte sich besonders die von Kammerrat Wilhelm Theodor von Rotberg 1757 gegründete erste Thüringer Porzellanmanufaktur. Die Erzeugnisse dieses Unternehmens, in der Qualität mit Meißen vergleichbar, waren auch außerhalb des Herzogtums sehr begehrt.
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