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Befördert durch die gute Handelsanbindung, erblühten in der mittelalterlichen Ackerbürgerstadt neben der Landwirtschaft der Handel mit Waid und Getreide sowie die gewerbliche Produktion.
Durch den Bau des Leinakanals (1369, von Schönau v.d.W. bis Gotha), der als wassertechnisches Kunstwerk heute noch existiert, verbesserte sich die Wasserversorgung beträchtlich. Einige wasserintensive Gewerbe wie Gerber, Müller, Tuchwalker und Bierbrauer konnten sich voll entwickeln. Die Stadtbevölkerung wurde mit Trinkwasser aus öffentlichen Brunnen versorgt. Für ihre Instandhaltung und Pflege sorgten seit dem 14. Jh. die sogenannten Brunnennachbarschaften.
Der Handel mit der Färberpflanze Waid, die man auch das „Goldene Vlies Thüringens“ nannte, brachte die Stadt in den Rang der 5 Thüringer Waidstädte. Aus dieser Quelle schöpfte sie einen großen Teil ihres Reichtums. Zentrum des Handels war der Markt mit dem 1567 neu erbauten Kaufhaus, das seit Mitte des 17. Jh als Rathaus genutzt wird.
Im Jahre 1640 wurde in Gotha die erste Druckerei gegründet, die als eine der ältesten Druckereien Thüringens die Entwicklung des geistig-kulturellen Lebens des Landes positiv beeinflusste.
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