Barockes Universum Gotha
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Das Erdgeschoss ist geprägt von der Regelung der unterschiedlichsten Eingangsbereiche, die Gotha als barockes Universum für den Besucher erschließen sollen. Der Ostflügel wird auch im Erdgeschoss von der Forschungsbibliothek dominiert; dementsprechend liegt hier auch der zukünftige Benutzerbereich mit Lesesaal im Ostturm. Hier nun besteht auch der zentrale Eingangsbereich für die Bibliotheksnutzer im Erdgeschoss. Anschließend an den Ostturm befindet sich – ebenso mit einem eigenen Eingang – im ehemaligen Zeughaus von Schloss Friedenstein zukünftig eine Dauerpräsentation zur Perthes-Sammlung.
Der Rundgang durch die historischen Räume im zweiten Obergeschoss wie auch die Seminarräume und das Museumscafé werden über das östliche Treppenhaus des Nordflügels erschlossen. In der Nord-Ost-Ecke liegt dann auch der zentrale Zugang zur Schlosskirche. Die wichtigsten Zugangsbereiche in den Schlosshof von Friedenstein liegen im Süden und Norden. Kommt man von Süden, so muss man zu dem gegenüberliegenden Nordfl ügel schreiten. Hier befinden sich zentrale Räume für die Gemeinschaftskasse, Besucherinformation, Museumsshop und Garderoben. Anschließend daran zwei große Räume von 400 qm, die als Gemeinschaftsräume für Sonderausstellungen genutzt werden können – der dritte „Gemeinschaftsbereich“ für Bibliothek, Archiv und Museen neben dem Spiegelsaal und den Seminarräumen.
Betritt der Besucher den Eingang in der Nord-West-Ecke, so tritt er in das historische Archiv. An diesem authentischen Ort befinden sich noch die historischen Regale des 17. Jahrhunderts, in denen einst das Archiv untergebracht war. Hier soll zukünftig ein Schauarchiv eingerichtet werden, wo der Besucher die Bedeutung der Verwaltung und der Archivierung für den barocken Staat nachvollziehen kann. Anschließend daran, im Westflügel, liegt der Zugang zur Dauerausstellung des Museums für Regionalgeschichte und Volkskunde in der ersten Etage des Schlosses. Eine weitere Eingangsituation befindet sich in der Süd-West-Ecke des Schlosses, wo zum einen das Museum der Natur zum anderen aber auch das Ekhof-Theater ihre Zugänge erhalten. Somit ist ein klarer Zugang für alle Einrichtungen geschaffen. Alle Einrichtungen stellen sich als selbständige Institutionen dar, doch wird diese Vielfalt des Erdgeschosses in den Ausstellungsräumen der oberen Etagen zur Einheit verschmolzen.
Der Erdgeschossbereich im Westflügel weist zudem zwei große Ausstellungsflächen von insgesamt 800 qm auf: Hier soll zukünftig die Dauerausstellung zu den weltweit einmaligen Ursauriern und zum Thüringer Wald eingerichtet werden. Beide Dauerausstellungssegmente des Museums der Natur sind touristische Highlights und gleichzeitig von größter Bedeutung für die regionalen Besucher. Eine moderne Formensprache der Ausstellungsgestaltung soll dabei den heutigen Besucher ansprechen und animieren. Dies gilt insbesondere für die Ursaurier, einer wirklichen Sensation und ein deutliches Alleinstellungsmerkmal nicht nur für das Museum der Natur sondern für Thüringen.



