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Zwischen 1864 und 1879 wurde das „Herzogliche Museum“ vom Wiener Oberbaurat Franz von Neumann dem Älteren im Auftrag von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha errichtet. Das Gebäude sollte dazu dienen, alle Sammlungen – sowohl die naturkundlichen als auch die kunsthistorischen – aufzunehmen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neumann orientierte sich bei der Planung an den vorbildlichen Museumsbauten, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden waren; gleichzeitig brachte er neue Ideen ein, die für die kommenden Bauten wegweisend wurden. Die Fassade aber war ganz dem Schlossbau in Versailles verpflichtet und umgeben war das Gebäude von einer prunkvollen Gartenanlage, so dass mit dem Herzoglichen Museum ein Prunkbau entstand, der einen architektonischen Kontrapunkt in der Gesamtanlage des Schlosses Friedenstein bildet.
1946 wurden die gesamten Kunstsammlungen, bis auf den naturkundlichen Teil, nach Russland gebracht. Erst 1958 kehrten große Teile der Sammlung wieder nach Gotha zurück. Seither konnten die Kunstsammlungen in den Räumen des Schlosses nur eingeschränkt präsentiert werden. Zwischenzeitlich wurde 1954 das Museumsgebäude als Zentralmuseum für Biologie (ab 1971 "Museum der Natur Gotha" wieder eröffnet. Seit 2004 gehört das Museum zur Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, deren Auftrag eine Neukonzeption der Museen und Verbesserung der Depotsituationen ist.



