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Das Souterrain ist ebenerdig gelegen und erschließt das Gebäude barrierefrei. Um die uneingeschränkte Fortbewegung abzusichern, sollen Niveau-Unterschiede im Inneren ausgeglichen werden; gleichzeitig soll ein Fahrstuhl eingebaut werden, der den Zugang zu allen Geschossen des Gebäudes erschließt.
Ein im südlichen Flügel zu platzierendes Café könnte den Außenbereich der Anlage nutzen, so dass – auch unabhängig von den Öffnungszeiten des Museums – ein ansprechender Ort der Erholung entstünde.
Ebenso im Erdgeschoss – nahe einem seitlichen Eingang gelegen – befinden sich die Räume der Museumspädagogik.
Die Sammlung von Druckgraphiken und Handzeichnungen verfügt in Friedenstein derzeit über ca. 35.000 Blatt vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Zu den Sammlungsschwerpunkten gehört neben den Flugblättern des 15. bis 17. Jahrhunderts vor allem der hervorragende Bestand altdeutscher Blätter von Martin Schongauer, Albrecht Dürer und Lucas Cranach dem Älteren. Bislang sind diese Graphikbestände von nationaler Bedeutung mit Blättern von weltweiter Einzigartigkeit kaum bekannt, was unter anderem daran liegt, das derzeit kein Raum in Schloss Friedenstein für Graphikausstellungen zur Verfügung steht. Für Kabinettausstellungen von Graphiken müssen derzeit Meisterwerke des 18. und 19. Jahrhunderts – unter anderem von Caspar David Friedrich – ins Magazin verbracht werden. Mit der Schaffung eines Ausstellungskabinetts für Graphik mit ca. 166 qm Fläche könnte diesem Umstand entgegengewirkt werden, wobei sich die Fläche auch für Kabinettausstellungen zur modernen Malerei oder anderen Themen anbietet. Der Bereich ist bei einem Ausstellungswechsel zu schließen, ohne dass der übrige Ausstellungsrundgang behindert würde.
Ebenfalls im Souterrain werden die Sammlungen zur ägyptischen Antike gezeigt: Annähernd einhundert Mumien und Objekte zum Mumienkult, 1600 Statuen und Amulette aus der 4. Dynastie bis in die römische Zeit bilden den Kern der ägyptischen Sammlungen, der frühesten geschlossen angelegten Sammlung zur ägyptischen Kultur in Europa zeitgleich mit der in London. Zu den bedeutendsten Kunstwerken zählen hier die Sitzstatue eines Beamten aus schwarzem Granit (um 1800 v. Chr.) und das Oberteil der Statue einer ptolemäischen Königin aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.
Den dritten Schwerpunkt des Souterrains bildet die Sammlung der Antike: Sie umfasst Gefäße, Bronzegegenstände, Terrakotten, Gläser, Skulpturen und Fragmente von Wandmalereien. Besonders hervorzuheben ist die Spezialsammlung von 300 Gefäßen, die eindrucksvoll die Entwicklung der antiken Vasenmalerei vom frühen geometrischen Stil über schwarz- und rotfi gurige Dekore bis zur hellenistischen Reliefkeramik dokumentieren. Sowohl die ägyptische wie die griechisch-römische Antike kann dabei exemplarisch um bedeutende antike Prägungen aus dem Münzkabinett ergänzt werden.



