Balken


Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Schlossmuseum
99867 Gotha

Tel. 03621 8234-0
Fax 03621 8234-57
    Herzogliches Museum  | Obergeschoss


Das Obergeschoss - Gemälde, Keramik und ostasiatische Kostbarkeiten

 

Bereits im 19. Jahrhundert waren die Oberlichtsäle des ersten Obergeschosses der Hängung der Gemäldesammlung vorbehalten. Die Sammlungen in Schloss Friedenstein verfügen über einen hoch bedeutenden Cranach-Bestand sowie über altdeutsche Malerei des späten 15. und 16. Jahrhunderts, wobei das „Gothaer Liebespaar“ zur Inkunabel der Kunstgeschichte geworden ist. Neben dieser altdeutschen Sammlung beherbergt die Sammlung auch holländische und flämische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, hiervon sind die Originale von Peter Paul Rubens hervorzuheben. Bei einer strikten Auswahl der bedeutendsten Meisterwerke der Sammlung könnte hier in der eleganten, weitläufigen Architektur der Oberlichtsäle eine einzigartige Präsentation gelingen, die Gotha zu einem Anziehungspunkt des kunstliebenden Touristen macht, sind doch die Kunstsammlungen in Gotha – obgleich kaum bekannt – die bedeutendsten Thüringens.

 

Die Oberlichtsäle werden von Kabinetten umgeben, die zum einen die Aufstellung der Ostasiatika, zum anderen die Präsentation der Keramiksammlung ermöglichen. Die Keramiksammlungen in Gotha sind von einer ungewöhnlich hohen Qualität und umfassen Majoliken der italienischen Renaissance ebenso wie niederländische und deutsche Fayencen des 18. Jahrhunderts, die in einem Raum präsentiert würden, sowie Porzellane des 18. Jahrhunderts, die in den gegenüberliegenden Kabinetten ihre Aufstellung finden könnten. Bei den Porzellanen ist neben der Meißen-Sammlung vor allem das Böttgersteinzeug hervorzuheben, die größte Sammlung nach der im Dresdener Zwinger, die aber einen Qualitätsvergleich selbst mit der des Zwinger Stand hält, weist sie doch ungewöhnlich viele Unikate wie etwa die sechs Komödienfiguren unter anderem von Balthasar Permoser auf. Sie sind jetzt schon ein internationaler Anziehungspunkt und diese Wirkung könnte zukünftig gesteigert werden.

 

Es entsprach der Vorliebe barocker Fürsten, ostasiatische Kunstwerke zu sammeln: Hierzu gehören japanische Lacke und Porzellane ebenso wie chinesische Specksteinfiguren und chinesische Porzellane. Gotha weist bei den Lacken eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen auf, aber auch die 600 chinesischen Specksteinfiguren müssen als einzigartig gelten, die bereits während des 17. und 18. Jahrhunderts zusammengetragen wurden. Der Qualität und Seltenheit dieser Sammlungen entsprechend müssten diese in gesonderten Kabinetten präsentiert werden, zumal der ostasiatische Tourismusmarkt ein Markt der Zukunft ist.

 

Gothaer Porzellan
Specksteinfigur
Japanische Lacke
Konzept Oberlichtsaal
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