Im Jahr 2019 gibt es für Gotha mehrere wichtige Jubiläen, die eine enge, über die einstigen Herrschaftsdynastien seit über 300 Jahren bestehende Verknüpfung der deutschen und englischen Geschichte zeigen.

1719 wurde Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg (1719-1772) geboren, die 1736 den Prinzen von Wales heiratete und auf diese Weise ein erstes dynastisches Band zwischen dem ernestinischen Herzogshaus und dem englischen Königshaus knüpfte. Aufgrund des frühzeitigen Todes ihres Ehemanns wurde Augusta zwar nie Königin, aber ihr Sohn bestieg als Georg III. 1760 den englischen Thron. Genau 100 Jahre nach Augusta erblickte ihre Urenkelin, die künftige Königin Victoria von Großbritannien und Irland (1819-1901), das Licht der Welt, und nur wenige Monate später Victorias Cousin Prinz Albert, der 1840 ihr Ehemann wurde. Diese Heirat begründete die Dynastie Sachsen-Coburg und Gotha in England. Die drei Genannten spielten nicht nur in dynastischer Hinsicht, sondern vor allem auch wegen ihrer künstlerischen Interessen und kulturellen bzw. wirtschaftlichen Initiativen eine wichtige Rolle. Augusta und Albert wahrten zudem zeitlebens eine enge Verbindung zu ihrer deutschen Heimat.

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha nimmt das Jubiläum 2019 zum Anlass, dieser drei schillernden Persönlichkeiten zu gedenken. Ein eigens produzierter Audioguide soll den Besucher durch die historischen Räume des Schlosses führen und ihm anhand einer Fülle von Exponaten Einblicke in die spannende Familiengeschichte, politische und künstlerische Verbindungen geben. Darüber hinaus sind zwei grafische Ausstellungen und eine Ausstellung mit Fächern im Herzoglichen Museum Gotha, eine internationale Tagung, Vorträge und spezielle Führungen geplant. Auch beim Ekhof-Festival und dem Barockfest soll dieser Jubiläen gedacht werden.

Das ausführliche Programm finden Sie ab Dezember 2018 auf dieser Seite.